Die Wächter von Astaria [Serie]

Die Wächter von Astaria 1 Der Gefallene Stern - Thomas Finn  Die Wächter von Astaria 2 Die flüsternde Stadt - Thomas Finn  Die Wächter von Astaria 3 Der Brennende Berg - Thomas Finn

Mehrfach gelesen:

Ja

Autor(in):

Thomas Finn

Teile der Serie:

  • Die Wächter von Astaria 1 – Der Gefallene Stern (neu) / Der Letze Paladin (alt – der Name wurde wegen Rechtsstreitigkeiten geändert) (480 Seiten)
  • Die Wächter von Astaria 2 – Die flüsternde Stadt (480 Seiten)
  • Die Wächter von Astaria 3 – Der brennende Berg (512 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook + Gebundene Ausgabe (beide vollständig)

Rezension und Inhalt:

»Gut, denn du solltest nie mit einem Schwein ringen. Dabei werdet ihr beide schmutzig. Der Unterschied ist nur: Das Schwein liebt den Dreck.«

Buch 1: Fabio ist Knappe (also angehender Ritter oder Ritter in der Lehrzeit bzw. um noch genauer zu sein Paladin). Fabio hat mit seinem Herren die Aufgabe einen Esorddienst für zickige und wohlbehütete Celeste (Tochter des Barons) zur Magierschule zu leisten. Sein Herr wird zu Beginn direkt von ihm getrennt und nun ist Fabio mit Celeste auf der Flucht und versucht die Aufgabe alleine zu erfüllen.

»Alle Pilze sind essbar. Manche allerdings nur einmal …«

Nachdem er Celeste in vermeintliche Sicherheit gebracht hat, nehmen schon die nächsten bedrohlichen Ereignisse ihren lauf und Fabio erfährt in einer Prophezeiung, dass ein großer Krieg bevor steht und er eine wichtige Rolle spielen wird. Offenbar spielt auch Celeste dabei eine wichtige Rolle.

»Hast du es denn immer noch nicht verstanden? Du bist ein Paladin, Fabio. So rein, wahrhaftig und tugendhaft, wie ich keinen zweiten kenne.

Zusätzlich versuchen verschiedene Mächte ein sehr mächtiges Artefakt zu erlangen und im Hintergrund zieht noch eine viel größere Bedrohung auf (ein Stellar, dass gegen die anderen Stellare gekämpft hat, dann eingekerkert wurde und nun scheinbar eine Möglichkeit gefunden hat sich zu befreien)  – die Stellare entsprechen quasi Göttern), die ganz Astaria gefährdet.

Typisch Thomas Finn – Action, Abenteuer und ein Ereignis jagt das nächste. Die Charaktere sind toll und liebenswert.

Buch 2: Nachdem Cagliomaeus Aufzeichnungen verloren sind und Ludovicos Verrat sieht die Lage hoffnungslos aus. Es sterben immer mehr Stellare. Doch die Gefährten raufen sich zusammen und kämpfen weiter. Fabio wird endlich zum Ritter bzw. Paladin ernannt. Allerdings gehen die Gefährten anfangs teils unterschiedlichen Aufgaben nach.

Was wurde nicht schon alles im Namen des Guten getan, was letztlich zum Schlechten führte? Und wie viel Böses hat die Welt schon erlebt, aus dem bei näherer Betrachtung schließlich Gutes erwuchs?«

Fabio bekommt eine diplomatische Mission in Begleitung von Celeste und zusätzlich soll  nach einer alten “Bibliothek” gesucht werden, die wichtiges Wissen der Sternenmystikerinnen und deren vergessene Fähigkeiten enthält. Doch schon wieder sind die Gegner einen Schritt voraus.

In zweiten Buch geht es etwas geruhsamer als im ersten Band zu. Fabio wird aber schnell wieder in die wirren des bevorstehenden Krieges hineingezogen und stößt mit weiteren Astronosanhängern und dem Sternenvampir zusammen.

»Tue, was du nicht können lassen, Sohn des Leichtsinns.« Farud zuckte mit den Schultern. »Aber du dich beschweren anschließend nicht, wenn wir nicht rechtzeitig zur Stelle, um zu retten dein Leben.« »Wenn ich tot bin, werde ich mich über gar nichts mehr beschweren«, erwiderte Fabio trocken

Buch 3: Celeste wurde entführt, die Sternenburg wurde schwer geschwächt aber es bildet sich einen Bündnis zwischen Sternenmystikerinnen, Tauweberinnen und Himmelsmechanikern. Die Gegner scheinen alle Trümpfe in der Hand zu haben und von dem Waffengefüge mit dem Astronos bekämpft werden kann, befindet sich nur ein Teil in den Händen der Gefährten.

Die Gnome senden ein riesiges Heer aus, sie haben dank der Entführung von Himmelsmechanikern auch Zugriff auf deren Erfindungen, sie haben mächtige Splitterkreaturen in ihren Reihen.

Um Celeste zu befreien müssen die Gefährten zum Herz der gegnerischen Truppen vorstoßen.  Die einzige Möglichkeit Celeste zu finden ruht in Fabio. Wird seine Liebe und sein glaube ausreichen und werden die Gefährten Erfolg haben und den Aufstieg von Astronos verhindern können?

Ihre Hochwohlgeboren hat Recht. Der Zweck heiligt nicht die Mittel.«

Der finale Teil beschreibt auch die  Goblinhauptstadt, die Wirkweise der Himmelsmechanik, sowie die Beziehungen zu der Magie der Tauweberinnen und Sternenmystikerinnen und man erkennt wie viel Fantasie Thomas Finn hat. Man bemerkt den Hintergrund den er hat – Stichwort “Das Schwarze Auge”.

»Langsam begreife ich es: Kameradschaft ist, wenn Kamerad schafft.«

In der zweiten Hälfte des dritten Teils dreht Thomas Finn nochmal richtig auf und führt die losen Ende, die er in den ersten beiden teilen aufgespannt hat sehr gekonnt zusammen.

Fazit:

Thomas Finn hat einen tollen Schreibstil. An darf hier keine tiefere Liebesfantasy wie Biss oder vergleichbar erwarten und auch keine großen Gefühle.

»Na ja, so wie ich es sehe, sind Jacopo und ich eh arbeitslos. Da können wir zur Abwechslung auch mal die Welt retten. Ist doch so, oder, Jacopo?«

Es geht zwar auch um Liebe, aber die ist sehr oberflächlich und Jugendgerecht oder sogar Kindgerecht gehalten. Die Beziehung wird hier sehr sachte angedeutet und gedeiht der langsam. Bei Thomas Finn geht es primär um Freundschaften und um Abenteuer. Teilweise überschlagen sich die Ereignisse in den Büchern. Der Schreibstil ist somit also recht modern. Es gibt keine Leerlaufzeiten in denen wenig oder nichts passiert. Die Bücher von ihm kann man auch als Erwachsener gut lesen. Das ist bei anderen Büchern, die auch für Kinder geeignet sind teilweise sehr anstrengend, bei dieser Serie nicht.

»Stellt euch nur vor, ich hätte euch verloren! Wie hätte ich das meinen Eltern erklären sollen? Oder der Matriarchin? Oder … oder der ganzen Welt!«

Die zweite große Serie von Thomas Finn (Chroniken der Nebelkriege) ist noch etwas besser gelungen als diese Serie und eine absolute Empfehlung. Aber mit der Astaria Serie kann man auch nichts falsch machen.

Ohne zu viel zu verraten: Wer ein positives Ende mag wird hier auf seine Kosten kommen. Das ist ein angenehmer Kontrast zu den ganzen den diversen Weltuntergangszenarien in diversen anderen modernen Jugendbüchern.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

  • Die Chroniken der Nebelkriege

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Der Hinweis auf die Juprabimsuhr ist ziemlich schlecht. Es macht doch keinen Sinn, wenn die Melodie einen Hinweis auf den Besitzer gibt, der die Uhr vor hunderten von Jahren hatte…
  • Was passiert mit dem Goblin, der Ludovico auf der Sternenwind bedroht hat?
  • Wie hat Yargo das Bei von Fabio verarztet, wenn er defekt ist?
  • In Buch 2 wird angemerkt, dass das Meteoreisenschwert zu bedeutend ist, als das man den Verlust riskieren kann. Stattdessen liegt es in der Sternenburg. Äh ja, das macht total Sinn. Man schickt die Helden ohne adäquate Waffen in den Kampf und die beste Waffe liegt in einer Burg im Lager…
  • Wieso darf Celeste mit Fabio und Denebola reiten? Sie ist Novizin und soweit ich das vorherige Gespräch in der Sternenburg richtig verstanden habe, darf Fabio auch nur wegen der Verbindung mit Denebola mit.
  • Lt. Sylvana ist die Versperuga noch immer die Ducchessa von Venezia. Wie soll das denn gehen, wenn Goblins die Stadt eingenommen haben?
  • Tjosten ist was für Bekloppte 🙂
  • Es ist etwas befremdlich, dass der Plot sich in einem Punkt häufig wiederholt: Die Gefährten verlieren alles und dann steigen sie wieder wie ein Phönix aus der Asche auf (zuerst Artefakt, dann Buch, dann Schild, dann eiserne Bibliothek)
  • Das Celeste und Fabio in Firenze nicht das Anagramm stoßen erkennen, ist nach ihren bisherigen Erfahrungen nicht glaubwürdig. Andererseits wirkt sich das auf die Handlung nicht aus, weil es ihnen eh nichts geholfen hätte.
  • Die Himmelsmechanikerwerkstatt in Buch 2 erinnert mich an Q von James Bond. 😉
  • Das Fabio direkt in eine Besprechung mit dem Schatzmeister und dem Seneschall (Verräter) platzt ist unrealistisch. Das wäre doch die naheliegendste Forderung gewesen, dass er den Schatzmeister alleine spricht. Das zu fordern wäre nicht mal notwendig, weil der Paladin, der ihn hingeführt hat auf diese Idee auch allein gekommen wäre. Die ganze Szene die darauf folgt ist komplett konstruriert und unglaubwürdig. Es ist naheliegend, dass Fabio niemand glaubt ohne konkrete Beweise. Da Fabio sonst immer als sehr intelligent dargestellt wird, konnte er das auch nicht erwarten. In diese Situation wäre er also niemals gekommen. Fabio rettet sich dann aber doch noch aus der Szene mit dem Einfallsreichtum, den man sonst von ihm kennt.

[collapse]

Nebelsphäre Lübeck [Serie]

Nebelsphäre Lübeck Der Zauber des Phönix - Johanna Benden  Nebelsphäre Lübeck Das Licht des Phönix - Johanna Benden  Nebelsphäre Lübeck Die Liebe des Phönix - Johanna Benden  Nebelsphäre Lübeck Der Zorn des Phönix - Johanna Benden

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Johanna Benden

Teile der Serie:

  • Nebelsphäre – Lübeck Reihe 1 – Der Zauber des Phönix (502 Seiten)
  • Nebelsphäre – Lübeck Reihe 2 – Das Licht des Phönix (378 Seiten)
  • Nebelsphäre – Lübeck Reihe 3 – Die Liebe des Phönix (442 Seiten)
  • Nebelsphäre – Lübeck Reihe 4 – Der Zorn des Phönix (714 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

«Wir leben nur einmal und dieses Leben kann in der nächsten Minute vorbei sein», hat er zu mir gesagt. «Genieße es, wo du nur kannst.»“

Dieses Mal habe ich mich leider nicht aufgepasst und mit der Nachfolgeserie angefangen. Das mag ich normalerweise so nicht, weil ich gerne die komplette Vorgeschichte kenne. Wer also vorne anfangen möchte, startet mit der Kiel Serie. Nach Victorias Verhalten in dieser Serie, habe ich allerdings auch vorerst kein Interesse irgendwas über sie zu lesen (ob nun Königin oder nicht, ihr Verhalten geht überhaupt nicht).

„Vermutlich hat Eliande mich heute seinetwegen durch die Mangel gedreht. Die hatten Angst, dass ich ihm eine verpasse!“ Zorn flammte in ihr auf. „Zu recht! Ohhh, wie gerne hätte ich diesem arroganten Lichtanknipser eine vor den Koffer geknallt. Ein hübsches kleines Spinnenmuster für seine hochnäsige Visage!“

Buch 1: Die Protagonistin (Magaretha Sofie) hat Wirtschaftsinformatik studiert und ist beim Abschluss Jahrgangsbeste gewesen. Sie arbeitet im Handelskontor ihrer Großmutter und betreut dort die IT. Als Alleinerbin wird sie dieses Kontor später übernehmen.

Magaretha macht zunehmend die Erfahrung, dass ihre Gedanken Realität werden. Beispielsweise kann sie Gegenstände bewegen oder auch etwas zerstören und reparieren. Zuerst versteht sie nicht was passiert und zweifelt an ihrem Verstand.

Passenderweise landet sie auch gleich in der Psychiatrie, nachdem sie mehrere Ohnmachtsanfälle hat, die sich nicht erklären lassen. Dort lernst sie Jan kennen, der eine ungewöhnliche Anziehung ausübt und ihr von einer Welt von Drachen und Magie erzählt.

„Bei sowas machst du mit?“, zischte Bill. „Freiwillig?! Was bist du denn für ein Freund? Du hast ja … SCHMELZWASSER im Hirn! Das ist doch UNSERE Sofie! Wie kannst du mit dem aufgeblasenen Lichtheini gemeinsame Sache machen?! Der will sie uns doch WEGNEHMEN!“

Der Schreibstil ist anfangs etwas steif (diverse Weisheiten der Großmutter), nach einer Weile entspannt sich der Schreibstil aber glücklicherweise zunehmend und fühlt sich natürlich an. Auch an den norddeutschen „Slang“ gewöhnt man sich recht schnell.

Die ersten 100-150 Seiten hatte ich echte Probleme mich mit der Handlung anzufreunden. Die Geschichte nimmt einen zunehmend ein und Sofie verändert sich auch im Vergleich zu der sehr nüchternen Person, die sie am Anfang war. Interessant ist bei der Serie, dass die Autorin es schafft ohne einen riesigen Cliffhanger das Interesse für den zweiten Teil aufrecht zu erhalten. Liebe Autoren: So geht es eben auch!

„Mit niemandem ist Stille so harmonisch wie mit ihr.“

Buch 2: Sofie geht an die Magierakademie und sie hofft, dass sie  mit Jan zusammen bleiben kann und keinen Drachengefährten findet, der Ihre Beziehung zu Jan unterwandert. An der Akademie gestaltet sich der Alltag relativ schwierig, weil Sofie aufgrund ihres mentalen Schildes dem Unterricht nur schwer folgen kann.

«Sarah war meine Seelenverwandte, meine Sonne. Jetzt ist sie tot. Wie soll ich ohne sie leben? Niemand kann ohne Sonne leben! Mein ganzes Leben ist eine endlose Nacht.»“

Im zweiten Buch erlangt man Einblicke in die Dämonenwelt und eine Verschwörung, die seitens der Dämonen geplant wird und selbst eine Armee aufzubauen, die gegen die Drachen und die Menschheit kämpft.

Ein Gefährte bindet sich an Sofie, sie aber nicht an ihn und fortan benutzen die Drachen so ziemlich jedes Mittel um das zu ändern und die Beziehung zu Jan zu sabotieren. Der Gefährte ist anfangs ähnlich begeistert von der Beziehung wie Sofie.

Die äußere Bedrohung der Beziehung von Jan wirkt recht gut um die Emotionen zu vermitteln, die Sofie und Jan füreinander haben. Die Drachen und Ihre Führung lässt es aber ziemlich schlecht aussehen. Man gewinnt in diesem Buch den Eindruck, dass die Liebe zu Jan größer ist als die zunehmenden Einflüsse von außen. Toll geschrieben.

Buch 3: Im dritten Buch wird die Dämonenbedrohung größer. Die Dämonen bereiten eine Invasion vor. Xavosch wird Sophie sympatischer und Mitleid geht in Liebe über, weil sie die Nähe zulässt.

„Sobald klar ist, dass der Typ keinen an der Klatsche hat, dafür aber jede Menge Kohle auf dem Konto, kommt er als Versorger in Frage und du bist scharf auf ihn! Die archaischen Mechanismen funktionieren bei dir einwandfrei. Herzlichen Glückwunsch!“

Wie üblich in derartigen Buchreihen wird erst die große Liebe des Lebens plakatiert und ruck zuck ist das alles nicht mehr so wichtig und Sophie denkt darüber nach ihre große Liebe Jan zu seinem Wohle! (klar) zu verlassen und sich Xavosch hinzugeben. Ist für mich so nicht plausibel und dient nur dazu die Geschichte „spannender“ zu machen. Jan hier Jan da geht also nahtlos in Xavosch hier Xavosch da über.

Ich hätte mir in diesem Buch eine deutlich konsequentere Sofie gewünscht. Entweder war Jan die Liebe ihres Lebens oder nicht (man hat hier den Eindruck eher nicht). An Xavosch hat sie sich quasi selbst ohne Not aus Mitleid?! rangemacht und eiert das ganze Buch lang zwischen beiden rum. Die Wankelmütigkeit nervt einfach nur und macht Sofie ziemlich unsympathisch. Und dabei stellt sie sich auch wieder maximal naiv an. Ja, wie kann sich nur was entwickeln, wenn man ständig mit jemanden zusammen ist? Das kommt ja total unerwartet! Tja, und die Drachenführung das wieder ausnutzt ist auch so unerwartet, haben sie ja auch nicht schon mehrfach vorher gemacht. Damit kann man also nicht rechnen. Und danach wundert sie sich dann, dass Jan das nicht toll findet? Ernsthaft? Und klar, dann zerfließt sie in Selbstmitleid was sie Jan antut und hängt sich direkt wider an Xavosch. Dann kann man sich nur noch vor den Kopf schlagen…

„Ja, ja, man kann viel studieren“, lachte Jan. „Manche Theologen behaupten, es hätte die Evolution nie gegeben, obwohl Knochenfunde das Gegenteil beweisen.“

Für mich ist Sofie und ihr Handeln in diesem Buch von Anfang an unglaubwürdig. Auch das zurückziehen von Jan wirkt auf mich nicht plausibel.

Die ersten 50% des Buches passiert fast nichts. Es geht lediglich um die stärkere Bindung zu Xavosch. Und es wird viel über Atlantis und irgendwelche Unterwassereffekte erzählt (relativ unspannend für meinen Geschmack).

Die zweite Hälfte des Buches ist dann allerdings sehr spektakulär und spannend. Damit macht die Autorin wieder einiges weg!

Die Handlung im ersten Teil des dritten Buches und auch das Ende sagen mir nicht zu. Vielleicht bin ich auch zu konservativ aber mit der Idee kann ich mich nicht so richtig anfreunden.

Insgesamt fühlt sich der dritte Teil für mich konstruiert und nicht glaubwürdig an.

„Nicht alle.“ Tyra stemmte sich ächzend vom Stuhl hoch. „Nur er da. Ausgerechnet ich habe den Kaputten gekriegt. Mein Gefährte hat echt voll den Sockenschuss.“

Buch 4: Die Ausgangslage am Ende des Vorgängernbandes ist schlecht. Sofie, Xavosch und Jan haben die erste Dreiergefährtenbeziehung. Die Dämonen sind Fast bereit die Erde zu überrennen. Der Mensch der das Tor für die Dämonen öffnen soll und von einem Dämonen kontrolliert wird, befindet sich in Nordkorea und ist für die Drachen aktuell nicht greifbar.

„Ihr Menschen seid scheinheilig“, schnaubte Bruttach. Er bedachte Jude und Sofie mit einem strafenden Blick. „Keiner von euch beiden ist Vegetarier. Was glaubt ihr, wie das Fleisch auf eure Teller kommt? Denkt ihr, so ein Schaf entschließt sich freiwillig dazu, sich das Fell abzuziehen und seine Rippchen auf den Grill zu schmeißen?

Lt. Prophezeiung sollen Sophie (der Phönix), Jan und Xavosch dies verhindern können. Wie das funktionieren soll. Weiß aber keiner, da die drei nicht mal ihre Bindung beendet haben.

Die Gefährten entwickeln sich deutlich weiter, besonders Sofie. Allerdings nicht nur positiv, weil sie hautnah eine Krieg erleben.

Der Schreibstil ist nach wie vor locker und mit norddeutscher Sprache angehaucht.

Das Buch ist ein Plädoyer für sexuelle Toleranz.

Fazit:

Andere können uns mit ihren Äußerungen nur deswegen reizen, weil das, was sie sagen, beispielsweise nicht zu unserem Empfinden von Gerechtigkeit passt. Je größer die Diskrepanz zwischen der fremden Äußerung und unseren eigenen Vorstellungen, desto höher der emotionale Ausschlag.

Nach einem etwas steifen Start im ersten Buch wird die Schreibweise ziemlich locker und angenehm. Anfangs hatte ich Probleme mit der plumpen, naiven Magaretha aber durch ihre Wandelung zu Sofie wird sie deutlich einnehmender (zumindest in den ersten zwei Büchern, im dritten ist das dann wieder vorbei).

Die Geschichte ist spannend, die Liebesbeziehung ist gut beschrieben (zumindest in den ersten zwei Bänden) und die Emotionen kommen an.

Die Drachen sind aber in Summe ziemlich gefühlskalt, bestimmend und haben nur ihr ziel vor Augen. Meine Sympathie mit Ihnen hält sich also sehr in Grenzen. Die dazu jeweils passenden menschlichen Gefährten sind nicht besser. Man kann niemanden dazu zwingen sich zu opfern und die Welt zu retten und bei angeblich hunderten von Jahren Alter und dementsprechend Geduld und Weisheit, sollte das recht naheliegend sein.

„Ach du, mit der Zeit ist das so eine Sache. Auch bei uns Himmelsechsen. Fühlt man sich wohl, so wie ich mich in deiner Nähe, fängt das Biest an zu rennen. Geht es einem mies, dann kriecht sie seesternlangsam dahin. Wie alt man am Ende wird, ist dabei ganz egal.“

Teil 3 ist nicht so mein Fall und Teil 4 ist für meinen Geschmack wieder etwas besser. Beide kommen aber nicht an die ersten zwei Bücher heran.

Bewertung:

4 out of 5 stars 4/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Magaretha ist anfangs ignorant. Zuerst erkennt sie die Indizien, stempelt sie dann aber als Unsinn an. Naiv trifft es also nicht vollständig. Ihr Verhalten grenzt schon an dumm. Beispielsweise wird sie mit voller Absicht hintergangen und lässt sich anschließend mit einer fadenscheinigen Erklärung abspeisen, obwohl es sogar Beweise gibt. Nach einem Blumenstrauß und einer fadenscheinigen Erklärung ist aber alles ok für sie. Wie sich später zeigt hat ihre vermeintliche Freundin sie nur ausgenutzt und auch das hat sie nie gemerkt. Direkt danach erfährt sie, dass ihre Mutter von vermutlich von einem „Arzt“ unter dubiosen Umständen behandelt wurde und danach Gedächtnislücken hatte. Einige Jahre später starb ihre Mutter an Alzheimer. Dasselbe passiert ihr und wie könnte man da Zusammenhänge erkennen oder das hinterfragen… Auch ihre neuerdings aufgekommene Zimtphobie (Spritze, Kekse, Tee, Eis, Latte, Zimtschnecken ….) hinterfragt sie nicht. Das ist nicht glaubwürdig. Jemand der Jahrgangsbester in einem Informatikstudium ist, hat einen gewissen Intelligenzlevel. Auch wenn es Autoren offenbar immer gut in den Kram passt ihre Figuren in Situation a total schlau wirken zu lassen und in Situation b total dumm, ist das nicht realistisch und solche Charaktere nerven mich einfach, weil sie nicht konsistent und unglaubwürdig sind (das ist aber nicht spezifisch für diese Buchserie oder Johanna Benden, im Gegenteil).
  • Ich finde es seltsam, dass Sofie im ersten Buch nicht darauf reagiert, dass mehrfach angedeutet wird, dass sie für jemanden bestimmt ist und dass sie von anderen “Personen” bevormundet wird. Normalerweise würde man das nicht einfach so hinnehmen. Weiterhin nimmt sie es offenbar als gegeben hin, dass die „Königin“ (die letztlich auch nur ein ordinärer Mensch ist und auch nicht ihre Königin) über ihr Leben bestimmt. Das passt aber überhaupt nicht zu ihrer ansonsten logischen / aufgeklärten Art. Viel später als es sie dann mehr über „Bestimmung“ erfährt, akzeptiert sie es einfach ohne zu kämpfen, obwohl sie in Jan verliebt ist.
  • Sofie hinterfragt nach dem Erstkontakt mit Jan und den Drachen nicht sofort was mit ihrer Mutter passiert ist. Das finde ich seltsam, da ihre eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse durchaus nahelegen, dass ihre Mutter manipuliert oder vielleicht sogar getötet wurde.
  • Die beschriebene Bindung zwischen Gefährten gefällt mir wegen dem zwanghaften Charakter überhaupt nicht. Ich halte nichts von Vorherbestimmung oder Schicksal, sondern viel mehr von individueller Freiheit (ja, die ist leider immer auch diversen Zwängen unterworfen aber zumindest theoretisch hat man alle Möglichkeiten). Insofern kann ich mit einer vorherbestimmten Beziehung nichts anfangen.
  • Es ist ziemlich unglaubwürdig wie arrogant und rücksichtslos die Führung der Drachen Sofie und Jan auseinander treiben und stattdessen mit Xavosch verkuppeln wollen. Keiner denkt darüber nach was es anrichten könnte, wenn sich Sofie gegen die Drachen wendet oder aufgrund der Folgen der Manipulation selbst etwas antut. Die Drachen schaffen in Kombination mit ihren Gefährten die optimalen Voraussetzungen dafür, dass Sofie sich von ihnen abwendet. Das ist so vorhersehbar, dass es schon unglaubwürdig ist wie dumm die Führung der Drachen sich verhält. Die Spitze bildet, dass Victoria den Totschlag (Mord wäre ja Absicht gewesen) an Sofies Mutter verheimlichen und zur Sicherheit Sofie vorher mit Xalosch verkuppeln will, bevor sie diese Info weitergibt. Falls sie die Info überhaupt weitergeben will… Es ist doch recht naheliegend, dass man jemand der sehr schwer Vertrauen fasst, am ehesten mit der Wahrheit und ohne Manipulation gewinnen kann. Wäre ich Sofie, würde ich mit der gesamten Führungsriege der Drachen überhaupt nichts mehr zu tun haben wollen.
  • Interessant finde ich wie im Buch der Theologiestudenten als williges Opfer für Manipulation dargestellt wird. Wer Parallelen zur realen Welt findet… 😉
  • Die Frage „wann steht das Bedürfnis vieler über dem Bedürfnis einzelner“ wird in den Büchern thematisiert. Diese Frage wurde auch z.B. in Star Trek und Harry Potter (greater good / das höhere Gemeinwohl) gestellt. Diese Frage ist höchst problematisch. Wann ist es ethisch vertretbar das Wohl vieler über das Wohl einzelner zu stellen und ab welchem Verhältnis oder welcher absoluten Zahl ist es vertretbar. Diese Frage lässt sich nicht beantworten und insofern kann jede Entscheidung stellvertretend für andere in diesem Punkt nur falsch sein. Das die Drachen mit ihrem angeblichen Wissen und ihrer angeblichen Intelligenz so handeln, wie sie handeln wirf kein gutes Licht auf sie.
  • Da die Drachen die Menschen regelmäßig beeinflussen (verändern von Gefühlen), halte ich ihr Handeln für höchst unethisch, problematisch und eigennützig, obwohl sie aus der Erfahrung mit düsteren Epoche der Goldenen eigentlich gelernt haben sollten.
  • Der Reittrainer ist so sensibel wie ein Stück Brot. Das ist aber aus meiner Sicht ein schönes Beispiel für eine künstlich geschaffene Situation. An Sofies Stelle wäre es wohl normal gewesen, wenn sie einfach gesagt hätte: Nö, bei euren Verkupplungsversuchen mache ich nicht mit. Stattdessen spielt sie natürlich mit und natürlich entwickelt Zuneigung für den Drachen der Menschen hasst und der sie vorher verletzt hat und der sogar kurz überlegt hat, ob er sie nicht umbringen soll. Ganz logisch. Es passiert ja regelmäßig, dass man sich aus Mitleid in Leute verliebt, die einen umbringen wollten.
  • Dafür, dass Sofie so wichtig ist, finde ich es erstaunlich wie fahrlässig die Drachenführung (genannt Kaleidoskop) mit dem Leben von Sofie umgeht. Realistisch betrachtet, ist die Chance äußerst gering, dass Sofie das alles überlebt was sie ihr durch ihre Verbohrtheit zumuten.
  • Wenn man die Bücher liest, bekommt man den Eindruck, dass aus Mitleid Liebe entsteht. Wohl eher nicht…
  • Gabrielosch und Tyra sind einfach cool 🙂
  • Bill ist durchgeknallt und verpeilt aber ein echter Freund.
  • Das Sofie zu den freien flüchtet, nachdem sie das Gespräch mit Jan und Victoria mitbekommen hat ist nicht nachvollziehbar, weil sie keine Ahnung hat was deren Intentionen sind. Ein Hotel oder sogar ihr Auto wäre wohl deutlich realistischer gewesen um erst mal Ruhe zu haben und nachzudenken.
  • Victoria trifft durch die ganze Lübeck Serie hinweg dumme Entscheidungen. Und die Entscheidungen, die sie sich später vorwirft, sind sogar die richtigen…
  • Woher weiß Telliar wie viel Kraft nötig ist um das Tor zu öffnen bzw. welche Macht die Freien und Sofie in Summe haben?
  • Warum macht sich der Flüsterling nicht einfach vom Acker? Die Gefahr, dass es stirbt ist auch hoch, wenn er Befehle befolgt. Da könnte er sich auch einfach einen x beliebigen Wirt nehmen und verschwinden.
  • Wovon leben die Dämonen in ihrer sterbenden Welt? Im Buch wird davon ausgegangen, dass die Erde schnell entvölkert ist. Da auf ihrer eigenen Welt somit auch keine Nahrung mehr existieren kann, stellt sich die Frage wovon sie jetzt leben.
  • Wieso ist Sofie auf niemanden sauer nach dem finalen Kampf? Victoria oder die Drachen im Allgemeinen würden sich hervorragend anbieten. Wobei sauer eigentlich noch viel zu harmlos wäre.
  • Was ist überhaupt der Phönix in dieser Buchserie und woher wissen die Drachen, dass Sofie der Phönix ist? Entweder wird das nicht detailliert erklärt oder ich habe es nicht wahrgenommen. Sie wird von Jan einfach so genannt und das war es.
  • Wo kommen plötzlich die Unmengen von Dämonen in Band 4 her ohne Nahrung?!
  • Wieso ist ein ehemaliger Drache Anführer der Dämonen?
  • Wieso ist der Anführer der Dämonen plötzlich so leicht umzustimmen, nachdem er vorher über Jahrhunderte seinem Hass gefrönt hat?
  • Das Lenir und Aer in Band 4 verschollen oder vielleicht sogar gestorben sind, finde ich nicht toll

[collapse]

Flammentanz [Serie]

Flammentanz 1 Funken - Isabella Mey  Flammentanz 2 Flammen - Isabella Mey  Flammentanz 3 Feuer - Isabella Mey  Flammentanz 4 Brand - Isabella Mey  Flammentanz 5 Glut - Isabella Mey

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Isabella Mey

Teile der Serie:

  • Flammentanz 1 – Funken (302 Seiten)
  • Flammentanz 2 – Flammen (349 Seiten)
  • Flammentanz 3 – Feuer (344 Seiten)
  • Flammentanz 4 – Brand (344 Seiten)
  • Flammentanz 5 – Glut (314 Seiten)

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

»Also, optisch definitiv auf unserer Wellenlänge!«, erklärt Max unter heftigem Nicken seines Bruders. »Aber ansonsten wird sie es fertigbringen, dass selbst die Palme im Wohnzimmer in ihrer Gegenwart die Blätter abwirft.«

Buch 1: Inea ist Kindergärtnerin und führt ein ganz normales Leben. Sie hat die Wohnung ihrer Eltern geerbt und lebt dort mit Zwillingen in einer WG. Inea hat ein Problem mit Spiegeln, weil ihr Spiegelbild nicht normal ist. Sie sieht auch Dinge, die andere Menschen nicht wahrnehmen. Plötzlich passieren seltsame Dinge, die Ineas Welt durcheinander bringen.

Inea erfährt, dass es neben der ihr bekannten Welt eine Welt mit Magiern gibt und wird durch diverse Ereignisse in diese Welt verstrickt.

Die Geschichte ist aus wechselnden Perspektiven geschrieben und es gibt immer wieder kleinere Zeitsprünge in der Erzählung. Es passiert also oft, dass man im Verlauf der Erzählung zurück springt zu vorherigen Ereignissen. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Veränderung muss immer aus einem selbst heraus stattfinden, nicht weil andere Menschen hier Bedarf sehen.

Zusätzlich wird eine aufkeimende Liebesbeziehung angedeutet. Bei diesem Buch handelt es sich um ein Auftaktbuch in dem Charaktere und der Magische Hintergrund erläutert werden.

Buch 2: Inea hat gelernt, dass es eine Magierwelt parallel zu der Welt gibt, die sie bisher kannte. Sie selbst ist auch Magierin aber bisher wurden ihre Fähigkeiten unterdrückt. Da ihre offenbar sehr seltenen Fähigkeiten sich gerade entwickeln benötigt sie Hilfe. Dazu kommt, dass ein Missglückter Liebeszauber sie und den Lord der Schatten aneinander bindet.

Ich hätte genauso gut im Kerker der Hexe bleiben können, dann wäre mir vieles erspart geblieben. Aber nein, das ist so nicht wahr! Es lohnt sich immer zu kämpfen, selbst wenn am Ende der einzige Gewinn in der Gewissheit besteht, dass man alles gegeben hat, was möglich war.

In dem Buch wird Inea gekidnappt und es geht darum die Konsequenzen des missglückten Liebeszaubers rückgängig zu machen. Die Haupthandlung wird hier sehr vorsichtig weitergeführt. Die im ersten Buch angedeutete Verschwörung spielt hier keine große Rolle und wird sogar erst im 4 Buch intensiver behandelt.

Buch 3: Auf Torin werden noch immer Anschläge verübt und da sich Inea und Torin trotz der Auflösung des Liebeszaubers noch immer zueinander hingezogen fühlen gerät auch Inea wieder mit in die Schusslinie.

In diesem Buch geht es um einen Nebenstrang der Haupthandlung, der von per Magie vergewaltigten Frauen und einem Sektenführer, der im Hintergrund die Fäden zieht, handelt. Weiterhin kommen sich Torin und Inea wenigstens etwas näher.

Buch 4: Nachdem die Anschläge nicht erfolgreich waren versucht der Verräter eine neue Taktik. Torin wird des Verrates bezichtigt und verbannt. Inea bekommt die Kommissura und den Status einer Straftäterin. Sie kann also nicht mal mehr Magie anwenden um sich zu verteidigen.

Der Verräter hat nun freie Bahn für seine Machenschaften und irgendwas hat er auch mit Inea vor…

Sowohl beim Feuermonster, als auch bei den Aurigoniern und den Hütern Inferiors reduziert sich offenbar das gesamte Denken auf dieses eine Thema. Na gut, die Teufel kann ich immerhin verstehen, auf dieser öden Insel gibt es wahrscheinlich sonst keine anderen Highlights.

Nachdem Buch drei einen Nebenstrang der Handlung gefolgt ist und auch in Buch zwei die Haupthandlung nur begrenzt fortgeführt wurde, geht es in diesem Buch mit der Haupthandlung weiter. Torin und Inea finden endlich zueinander (das war absehbar aber es hat sich sehr lang hingezogen). Vorwerfen kann man dem Buch lediglich, dass es nur begrenzt eigenständig ist. Es hört einfach mitten in der Handlung auf, sollte also nur zusammen mit Teil fünf gelesen werden.

Buch 5: Wie bereits im 4. Teil abzusehen war versucht das Feuerwesen, dessen Seele in 6 Teile zerlegt wurde sich wieder zusammensetzen zu lassen um danach schier unbegrenzter Macht zu frönen (erinnert mich irgendwie an Harry Potter). Da es den Rat kontrolliert hat das Wesen bereits sehr große Macht und Torin und Inea stehen vor einer fast unlösbaren Aufgabe.

Und du hast recht, es ist besser, nicht immer alles zu glauben, Malinda. Ein guter Glaube hält jeder Prüfung stand. Immer wenn jemand etwas dagegen hat, dass du Dinge hinterfragst, dann kannst du sicher sein, dass etwas faul ist an der Sache.«

Die Geschichte wird stellenweise etwas seltsam für meinen Geschmack. Es geht um Leben und Tod und vermeintlich gestorbene (also relativ dramatisch) aber Emotionen kommen nicht so recht auf, weil  das Verhalten der Zwillinge und von Tina so bizarr und seltsam ist, dass die Geschichte eher ins lächerliche gezogen wird. Dazu kommen noch einige Logikschwächen zugunsten der Handlung und die Amnesie von Torin, die auch eher befremdlich wirkt. In der Phase verhält er sich auch total Irrational. Insgesamt wirkt die Geschichte im letzten Teil äußerst konstruiert.

 

Der Ansatz Amnesie + fremde Kontrolle ist etwas ausgelutscht. Dem Autor ermöglicht es natürlich alles Vorherige zu ignorieren, weil der handelnde ja nicht mehr um die Vergangenheit weiß und unter fremder Kontrolle steht. Aus meiner Sicht der schwächste Teil der Serie. Ich hatte mir mehr erhofft.

Fazit:

»Bruder, siehst du nicht das ironische Funkeln in ihren Pupillen? Sie gehört ganz klar zur Kategorie Barbiepuppe – außen Plastik, innen hohl!«

Der Anfang in Buch eins ist recht vielversprechend. Sowohl in Buch zwei als auch in Buch drei geht es eher um Nebenhandlungen, obwohl die Haupthandlung in Buch eins bereits angedeutet wird. Buch 4 läuft dann zur Höchstform auf und in Buch 5 wird die Handlung einerseits dramatisch (Lebensgefahr und Rettung der Welt) und andererseits recht lächerlich (Reaktionen von den Zwillingen und Tina).

Manchmal muss man sich erst durch die Hölle quälen, um den Himmel zu erkennen.

Aus meiner Sicht wäre hier mehr drin gewesen. Die Emotionen springen nicht so richtig über auch wenn der magische Hintergrund toll ist. Das Motiv der Liebenden, die sich von Anfang an angezogen fühlen aber aus diversen Gründen nicht zueinander kommen können und dann klappt es später doch ist natürlich auch nicht gerade neu. Torin ist quasi bis zum letzten Buch abweisend.

Bewertung:

3.5 out of 5 stars 3,5/5

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

  • Woher weiß Torin in Buch 2, dass die Tropfsteinhöhle mehrere Ausgänge hat?
  • Wie bei derartigen Büchern üblich, ist es nicht sehr realistisch, dass Inea nach ihren Nahtoderfahrungen zwei mächtige unbekannte Magier verfolgt. Was dann passiert ist schon vorher klar…
  • In Buch 3 greifen Ramón und Rahl den Wächter nicht an. Demzufolge müsste Inea ihm begegnen, da sie nicht verschleiert ist. Später wird berichtet, dass sie ihn passiert hat. Wenn der Wächter die Wohnung beschützen soll, dann sollte es ihn beunruhigen, wenn sie die Wohnung betritt…
  • Das Kommunikationskristalle bei Benutzung geortet werden können (Aussage in Buch 5) ist nicht ganz logisch. Warum sollte das so sein? Das bedeutet, dass jeder Magier geortet werden kann sobald er kommuniziert. Da ein Kommunikationskristall aber offenbar keine eindeutige Zuordnung zu einem Magier besitzt, ist eh nicht zu erkennen welcher Magier ihn benutzt.
  • Ich finde es etwas unrealistisch, dass Torin nachdem er Sex mit ihr hatte und sie überhaupt nichts getan hat, was Zweifel rechtfertigt immer Sie in seinen Gedanken noch immer mit „die Feuermagierin“ tituliert. Zusätzlich hat ist er nach wie vor der Meinung, dass persönliche Details sie nichts angehen.
  • Ich finde es wenig glaubhaft, dass Torin trotz seiner extremen Hingezogenheit zu Inea, die andauernd beschrieben wird einfach Kampflos einem derart schlechten Plan zustimmt, dass Inea direkt in die Falle läuft um möglicherweise damit Ihre Freunde zu retten. Allein aufgrund der Zeitkomponente ist es wahrscheinlich, dass Inea längst ihre Magiefähigkeiten verloren hat, sie verletzt ist oder sogar tod, bevor Torin sie erreicht.
  • Die Erklärung warum zwei Seelenteile in einem Wirt landen finde ich nicht schlüssig. Selbst bei einem Busunfall sterben zwei Menschen wohl kaum im selben Moment. Somit wäre immer ein Zeitlicher Versatz beim Übergang der Seelenteile von einem Wirt auf den anderen und somit kann es nicht vorkommen, dass zwei Teile sich in einer Person vereinigen.
  • Warum sind alle Seelenteile auf einem Haufen, wenn über Jahrhunderte die Seelenteile von einer Person auf die nächste übergehen? Da ist die Wahrscheinlichkeit doch groß, dass mal jemand umgezogen oder ausgewandert ist.
  • Ich kann generell nicht nachvollziehen warum Inea Feodora hilft. Sie weiß, dass ihre Freunde so oder so sterben. Sie hat lediglich die Wahl die Welt zu retten oder die Welt zu zerstören einschließlich ihrerer Freunde
  • Wieso können Menschen den Wächterturm betreten, obwohl sie keine Kommissurastatus haben?
  • In Buch 5 wird Inea diversen schwächenden Effekten und Verletzungen ausgesetzt um die Schwächen von Feuermagie zu testen. Danach muss sie als unerfahrene Reiterin noch eine Lange strecke auf einem Pferd zurücklegen. Da das direkt vor dem finalen Kampf mit Feodora passiert, wäre sie wohl in der Realität total ko

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The Titan Series Book 4 – The Prophecy (Götterleuchten Band 4) [Buch]

The Titan Series Book 4 Prophecy - Jennifer L. Armentrout

Da ich ja mal wieder nicht auf die deutsche Übersetzung warten konnte, habe ich mir vorab die englische Variante des letztes Teils der Götterleuchten Serie durchgelesen. Vorab: Es hat sich gelohnt.

Mehrfach gelesen:

Nein

Autor(in):

Jennifer L. Armentrout

Teile der Serie:

Götterleuchten 1 – Erwachen des Lichts (432 Seiten)
Götterleuchten 2 – Im leuchtenden Sturm (432 Seiten)
Götterleuchten 3 – Glanz der Dämmerung (432 Seiten)
The Titan Series 4 – The Prophecy (352 Seiten – English Edition) – Deutsch zum Zeitpunkt der Rezenson noch nicht verfügbar

Gelesenes Format:

eBook

Rezension und Inhalt:

Nachdem Seth zwei Titanen getötet hat, treten zu Beginn von Buch 4 diverse fatale Ketteneffekte auf. Seth beginnt zu realisieren welche Konsequenzen seine Handlungen haben und welches Leid er verursacht hat. Dank Josie denkt er aber wenigstens darüber nach. Das ist ein echter Fortschritt für Seth. Josies Schwangerschaft schreitet voran und es gibt noch immer diverse Titanen, die es einzusperren gilt. Seth hat sich dank Josie zu einem zumindest halbwegs vernunftbegabten Wesen entwickelt. Weiterhin gilt es einen weiteren Halbgott zu finden, mit dem die Titanen hoffentlich wieder eingesperrt werden können. Die Titanen sind natürlich auch nicht untätig…

Josie schreitet in ihrer Schwangerschaft voran und Seth und Josie sind weiterhin im 7. Himmel.

Am Ende treten aber diverse unerwartete Ereignisse auf.

Fazit:

Das letzte Buch der Serie recht kurz aber trotzdem sehr gut. Ein typisches Armentrout Buch mit Arbenteuer, Lovestory und lockerem Schreibstil. Nachdem ich mich in Buch 2 über vollkommen unlogische Art und Weise wie Seth zum Gott geworden ist aufgeregt hatte, versöhnt diese Buch wieder, zumal Seth endlich mal nachdenkt.

Das Ende ist sehr Abwechslungsreich und gleich in mehrfacher Weise dramatisch. Top!

Bewertung:

5 out of 5 stars 5/5

Die Rezension der Serie gibt es hier.

Vergleichbare Bücher / Serien:

Verwandte Bücher / Serien:

Dämonentochter (Vorgänger)

Offene Fragen / Ideen / Diskussionsstoff (Spoilerwarnung):

Buchblog aber wie? Welcher Aufwand steckt eigentlich dahinter?

Motivation

Nachdem ich die Lux Serie gelesen hatte – die Hauptakteurin ist begeisterte Buchbloggerin – habe ich mich ein wenig im Netz umgeschaut was andere über die Buchserie denken und bin bei ein paar interessanten Buchblogs gelandet. Da habe ich mir gedacht, dass ich das auch mal versuchen könnte. Bei einer Rezension auf einem klassischen Bewertungsportal geht man je eh immer in der Masse unter und ist in der Regel auch sehr eingeschränkt bzgl. der Möglichkeiten der Darstellung und Form.

Ich bin noch ein sehr junger Buchblogger (zumindest was das alter des Blogs angeht – allerdings hatte ich schon einen anderen Blog in sofern wusste ich in etwa was auf mich zukommt) aber trotzdem merkt man recht schnell welcher Arbeitsaufwand dahinter steht.

Nicht das es hier falsch rüber kommt: Ich habe gerade erst mit dem Buchbloggen angefangen und schon beschwere ich mich über den Aufwand?! Nein. Ich habe nur gerade einen sehr coolen Post zu dem Thema gefunden und dachte mir ich beschreibe dazu einfach ein Paar Eindrücke von meiner Seite.

Kosten <> Nutzen

Finanziell macht das natürlich keinen Sinn bei dem Verhältnis investierte Zeit vs. Kosten für ein Buch. Zumal ja eh nur die fleißigen vielgelesenen Blogger überhaupt für die Verlage interessant sind. Allerdings hat es ja auch Vorteil, wenn man sich die Bücher einfach selber kauft. Man ist total frei was man liest und wann man es liest und fühlt sich auch garantiert nicht verpflichtet.

Natürlich kann man theoretisch auch Werbung in den Blog einbinden aber irgendwie weckt das immer auch das Gefühl, dass man nicht unabhängig ist und außerdem lohnt sich das eh erst, wenn man sehr viele Leser hat.

Technik

Im Prinzip fängt es ja noch weiter vorne an als mit der Zeit für die Erstellung eines Blogeintrages. Die Technik eines Buchblogs fällt ja auch nicht vom Himmel. Das fängt ja schon mit der grundsätzlichen Frage an wo man die Seite betreibt (Eigener Server, Google, eigener Webspace). Wie will man die Seite betreiben (Manuell, Content Mangagement System, Datenbank und automatisch generierte Seite – das muss man i.d.R. selber programmieren).

Da ich einfach neugierig auf einen Buchblog war, habe ich mir überlegt welche Variante für mich in Frage kommt. Die manuelle Variante ist zwar maximal flexibel ist aber eben auch maximaler Aufwand, somit war mir direkt klar, dass diese Variante ausscheidet.

Die Variante mit der automatischen Generierung mit Datenbank ist die Lösung, die später am wenigsten Arbeit macht aber man steckt erst mal x Wochen rein bis man die technische Basis hat (und mal eben ein Addin erweitern wie bei einem CMS kann man auch vergessen). Mir ist zwar klar, dass ich das als Informatiker eigentlich genau so machen sollte aber bei der Variante hatte ich Angst, dass ich die Lust verliere, bevor ich überhaupt Inhalte veröffentlichen kann.

Somit habe ich mich dann für die CMS Variante entschieden. Tja, und dann muss man sich auch überlegen welches. Da ich schon mit WordPress gearbeitet habe (ok, ist vom Ursprung eigentlich kein CMS sondern ein Blog), bin ich dann dort gelandet.

Nach dem ganzen Technikkram hat man zwar die Basis aber auch nur ein leeres Gerüst. Ehrlich gesagt war ich recht erstaunt wie schnell ich die Technik fertig hatte. Da hatte ich mit mehr Aufwand gerechnet. Allerdings habe ich eh einen eigenen Server und mich in der Vergangenheit schon mit ähnlichen Themen beschäftigt.

Dann kommen natürlich Designentscheidungen auf einen zu und wenn man dann mit dem Design zufrieden ist (zumindest vorübergehend, zufrieden ist man ja nie) benötigt man noch diverse Zusatzfunktionen damit der Blog auch nur halbwegs komfortabel für Besucher ist.

Inhalte

Nun fehlt noch immer das wichtigste und das sind die Inhalte. In dem Kontext muss man sich zuerst mit drumherum wir Rechtslage und Impressum beschäftigen, bevor man ein Review schreibt. Ganz nebenbei begibt man sich noch in rechtliche Grauzonen (Cover verwenden benötigt eigentlich die Erlaubnis des Verlages und die Cover von Amazon sind offiziell tabu ohne Verlinkung mit Partnerprogramm, Bilder und Fonts mögen zwar im Web als frei tituliert sein, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie es sind und Zitate müssen auch diversen Anforderungen genügen).

Weiterhin kommt noch der Zeitaufwand auf einen zu, der in diesem Post schon ausführlich beschrieben wurde. Den Zeitaufwand für die Inhalte hatte ich wirklich unterschätzt.

Aber der Riesenvorteil ist ja, dass man das alles freiwillig macht und weil man es möchte. Ich habe mal ein interessantes Beispiel von Katastrophenhelfern gehört. Da ging es darum, auf Basis welcher Motivation jemand in einem anderen Land bei einer Katastrophe hilft. Man hat einerseits Geld dafür geboten (dafür konnte sich kaum einer motivieren) und anderer seits keinerlei Gegenleistung (dafür haben sich dann deutlich mehr Menschen gefunden). Die Freiwilligkeit macht in dem Kontext also offenbar einen wesentlichen Unterschied. Ist ja auch nachvollziehbar. Sobald man eine Gegenleistung bekommt wägt man ab, ob der eigene Einsatz das Wert ist (Verdienstausfall, Risiko für einen selbst, Konsequenzen vs. Nutzen).

Will sagen: Spaß an der Sache kann die einzige Motivation für einen Blog sein. Das es auch Leute gibt, die davon leben können ist wohl die absolute Ausnahme und Bochblogs sind das dann vermutlich eher nicht, 😉

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