Florida (Orlando – Disney + Universal + Sea World, Tampa, Kenndy Space Center) 2009 [Reisebericht]

Universal Studios

2002 sind wir in Florida in Form einer Rundreise gewesen (dazu werde ich irgendwann einen separaten Post verfassen). Bei der ersten Tour waren wir nur relativ kurz in Orlando und haben die wirklich großen Freizeitparks in Orlando eher gestreift als im Detail gesehen. Somit stand für uns fest, dass wir noch mal nach Orlando wollen. Wir haben die Freizeitparks bei den ersten Besuch sehr genossen, denn das ist ganz sicher nicht nur etwas für Kinder.

Warum mag ich die Freizeitparks bzw. den Urlaub in Orlando?

Wenn man zur richtigen Jahreszeit fährt (März, April oder Oktober oder besser November), dann ist Orlando vom Klima echt toll. Die Temperaturen liegen zwischen 25 und 35C° – die Luftfeuchtigkeit ist relativ hoch, aber im Urlaub ist das ok (im März / April ist die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur geringer als Ende Oktober). Es gibt auch an jeder Ecke Klimaanlagen – man muss also eher aufpassen, dass man sich nicht verkühlt, vor allem wenn man nass wird (als kleine Warnung: Bei Wasserattraktionen wird man richtig nass – wenn man Pech hat ist man nach so einer Attraktion komplett durchnässt). Kleiner Tipp dazu: Alle direkt hintereinander besuchen und Wechselkleidung mitnehmen oder Kleidung,  die schnell trocknet und danach von den überall vorhandenen Klimaanlagen fern halten, bis man trocken ist.

Ansonsten sind die Tage in den Parks so vollgepackt mit Eindrücken, so intensiv, so voll mit Spaß und Adrenalin, dass man wirklich jeden Moment fühlt das man lebt und zwar intensiv und in vollen Zügen!

Epcot

Man wundert sich jeden Tag aufs Neue, dass so viele Eindrücke in einen so kurzen Zeitraum passen.

Die Planung

Gesagt, geplant, getan. Planung ist bei den Freizeitparks in Orlando wirklich alles. Beim ersten Besuch 2002 hatten wir nichts geplant (dafür aber einen guten Reiseleiter, der uns aber nur partiell begleitet hat) und man verschwendet wirklich unglaublich viel kostbare Zeit, wenn vorher nicht plant und sich informiert.

Hollywood Studios / MGM

Wenn man einen relaxten Urlaub mag, kann man sich die Planung natürlich auch sparen aber man verpasst viel und an kann mindestens 50% mehr Zeit einplanen um das gleiche zu schaffen und hat somit auch deutlich höhere Kosten.

Man braucht nicht denken, dass es einen Park von Disney, einen von Universal und dann noch nur noch Seaworld gibt. Allein von Disney gibt es 4 Parks, wenn man die Wasserparks, Autorennstrecke und das ganze Drumherum wie Reiterhöfe, Golfplätze usw. ignoriert.

Das ist schon fast wie ein kleines Land. Selbst die Polizei dort ist eine eigene Disney Polizei und da fahren hunderte Busse rum nur zum Transport der Disney Gäste. Die Infos einfach mal, dass man ein Gefühl der Größenordnung bekommt.

Animal Kingdom

Welche Parks gibt es in Orlando (Auslistung ohne Wasserparks)?

  • Disney – Animal Kingdom (Tierpark in Kombination mit Action Attraktionen) – mindestens 1 Tag einzuplanen
  • Disney – Epcot Quasi eine Art Weltausstellung mit allen Ländern in einem Park – kann man an einem Tag vergessen, weil es viel zu viele Shows zu bestimmten Zeiten gibt – mindestens 2 Tage einplanen
  • Disney – Magic Kingdom – das ist der ganz klassische Disney Park und am meisten auf Kinder ausgerichtet – ca. 1 Tag
  • Disney – MGM  bzw. Hollywood Studios – alles was mit Filmen zu tun hat – mindestens 1 Tag (bei Disney kommt in kürze noch Star Wars dazu, evtl. reicht dann ein Tag nicht mehr)
  • Universal Studios – der Name sagt alles – der Filmpark 1 Tag
  • Universal Islands of Adventure – 1 Tag (zu dem Zeitpunkt gab es den Harry Potter Parkteil noch nicht, vielleicht reicht ein Tag heute nicht mehr)
  • Seaworld – Park mit Meeresbewohnern in Kombination mit Action Attraktionen 1 Tag
  • Universal Citywalk (Shopping und Essgelegenheiten + Abendunterhaltung – Vergnügungsviertel von Universal)
  • Disney Downtown (Shopping und Essgelegenheiten + Abendunterhaltung – Vergnügungsviertel von Disney)

Epcot

Alle oben angegebenen Zeiten gehen davon aus, dass man sich recht flott von einer Attraktion zur nächsten bewegt (also nicht rennt aber auch nicht beim gehen einschläft oder sich von irgendwelchen Staus aufhalten lässt) und auch nicht lange irgendwo ansteht.

Weiterhin ist zu beachten, dass es in jedem Park unterschiedliche Öffnungszeiten gibt. D.h. an bestimmten Tagen haben einzelne Parks länger offen oder Spezielevents, die es eben nur an diesem Tag gibt. In Epcot gab es jeden Abend ein geniales Feuerwerk (das sollte man mindestens 2x mitnehmen) und jeden Tag andere Veranstaltungszeiten (in jedem Landesbereich in Epcot gibt es Shows passend zum jeweiligen Land). In Magic Kingdom gab es das Feuerwerk z.B. nur am Wochenende. An jedem anderen Tag verpasst man das also, wenn man sich vorher nicht informiert.

Epcot – Mexico

Generell stand man sich sowohl bei Disney als auch bei Universal besser, wenn man in den Hotels übernachtet, die zum Park gehören. Warum? In Universal gab es zwei Warteschlangen. Eine für Standardgäste und eine für Hotelgäste des Parks (Express). In der Zeit wo die Standardbesucher nicht einmal mit der Attraktion gefahren sind, waren wir gleich zweimal drin quasi ohne Wartezeit und dann ab zur nächsten Attraktion. Das ist einfach unheimlich effizient (auch wenn man dann von den anderen Gästen ziemlich böse angeschaut wird aber hey, so kann man sich wenigstens einmal im Leben wie ein VIP fühlen) – wer hat schon Lust zu warten und ansonsten hat man auch keine Chance Parks in der Größe in einem Tag zu besichtigen.

Seaworld

Bei Disney öffnen die Parks an bestimmten Tagen eher für Hotelgäste oder schließen Später. In Magic Kingdom war das damals schon heftig, weil der Park am Wochenende quasi durchgehend offen hatte (ich glaub bis 3:00 Nachts). Während alle anderen Gäste keine Attraktion mehr besuchen durften (ab ca. 18:00), war das für die Hotelgäste kein Problem (auch wenn dann nicht mehr alle Attraktionen offen haben).

Wenn man mal in den Parks ist, gibt es keine extra Kosten (so war es zumindest 2009). D.h. man muss lediglich noch das Essen bezahlen. Wichtig ist, dass man Ticket besitzt, die einem nicht nur den Besuch eines Parks erlauben, sondern so genannte Flexiticket, mit denen man eine bestimmte Anzahl von Tagen in alle Disney Parks kommt und bei Universal ebenso.

Hollywood Studios Backlot Tour

Der Transport zwischen den Parks ist innerhalb eines Unternehmens unproblematisch und kostet nichts. Von Disney nach Universal oder Andersrum gibt es keine Angebote (ist ja auch logisch, weil beide Konkurrenten sind). Seaworld arbeitet mit Universal zusammen, weshalb die Universal Tickets auch mit Seaworld Tickets in Kombination gekauft werden konnten.

Eine Besonderheit von Disney ist noch erwähnenswert. Dort gab es damals einen Fastpass (den gibt es auch noch heute aber die Regeln sind anders). Gerade bei beliebten Attraktionen sind die Wartezeiten lang. Den Fastpass konnte man sich einfach morgens holen und dann z.B. x Stunden später zu der Attraktion zurückkehren und kam dann fast sofort dran. Damals ging das noch bei beliebig vielen Attraktionen. Mittlerweile geht das nach meinem Stand nicht mehr, die Regeln sollte man sich aber unmittelbar vor dem Besuch anschauen.

Epcot – USA

Der Ablauf

Wir hatten bei dieser Tour zuerst einen Tag Universal Studios, einen Tag Bush Gardens, einen Tag Islands of Adventure (Tampa), einen Tag Kennedy Space Center, einen Tag Seaworld, einen Tag Magic Kingdom, zwei Tage Epcot, einen Tag Animal Kingdom und einen Tag Hollwood Studios – so grob zumindest. Bei Disney bietet es sich zum Beispiel an abends noch mal Schnell bei Epcot reinzuschauen, wenn man das Feuerwerk noch mal sehen möchte. Auch in den Hollywood Studios gibt es eine Abendveranstaltung (Fantasmic) mit Lasershow und Pyrotechnik. Teilweise liegen die Parks auch direkt nebeneinander und man kann auch schnell in den nächsten Park wechseln, wenn man die passenden Tickets hat, teilweise auch mit Wassertaxi (was sehr cool ist, da ist selbst der Transport ein Erlebnis).

Bush Gardens

Generell kann man sagen, dass sowohl die Disney Parks toll sind und die von Universal auch. Bush Gardens ist aber eine andere Hausnummer. Der Sicherheitsstandard ist deutlich niedriger (sowohl was die Qualität der Sicherheitsmaßnahmen in den Attraktionen angeht, als auch das Prüfen der Einhaltung durch das Personal. Bush Gardens war wird aber bei den älteren Kids wohl als cooler angestuft, da keine Disney Figuren und dafür diverse Achterbahnen. Ich würde Bush Gardens nicht noch mal besuchen. Die auf dem folgenden Bild sichtbare Holzachterbahn hat zumindest dafür gesorgt, dass ich den Rest des Tages Kopfschmerzen und mein Mitreisender Rückenprobleme hatte. 😉

Bush Gardens

Das Kennedy Space Center ist definitiv einen Besuch wert aber als wir da waren sind dort noch Spaceshuttles gestartet und standen auf den Rampen. Aktuell starten dort nur noch private Unternehmen. Von dem einstigen Raumfahrtprogramm der USA ist also nicht mehr viel übrig. Man hat beim Vergleich von unserem ersten Besuch 2002 nach 2009 aber bereits gesehen, dass die Nasa sich mehr und mehr auf Touristen ausgerichtet hat. Während das beim ersten mal noch wie eine Firmenbesichtigung gewirkt hat, war es beim zweiten Besuch hochgradig professionalisiert und schon eher wie in einem Freizeitpark. Beispielsweise wird in einer Attraktion ein Raketenstart simuliert (wobei es in Disney eine Attraktion gibt, die Schwerelosigkeit simuliert und das wirklich tuschend echt – die fand ich noch mal cooler – kleiner Tipp vor der Attraktion in Disney sollte man NICHTS essen). Es hängen zwar überall Tüten in der Disney Attraktion aber wie uncool ist es denn persönlich ein Raumschiff zu steuern mit seiner Crew und dann in eine Tüte zu reihern! Das geht überhaupt nicht. 🙂 Das Attraktion nennt sich übrigens Mission Space und man sitzt in einer großen Zentrifuge, die beim Start 2,5G erreicht und wenn sie dann nachlässt fühlt man sich schwerelos (im Prinzip ein billiger Trick aber es funktioniert in Kombination mit der Simulation perfekt). Wichtig ist nur, dass man dort nicht den Kindereingang ohne Zentrifuge nimmt, sondern den richtigen (orange / red nicht green)!

Die Attraktion wurde aber unterdessen renoviert, weshalb man sich green wohl auch anschauen sollte, da es nicht mehr wie vorher derselbe Flug ist nur ohne G-Kräfte.

Kennedy Space Center – Space Shuttle

Den Disney Parks (Achtung Randbemerkung – Florida = Disney World – L.A. = Disney Land) haftet das Image an eher für Kinder zu sein aber das ist nicht so. Magic Kingdom hat die primäre Ausrichtung auf Kinder aber trotzdem kann man sich als Erwachsener gut einen Tag dort aufhalten und Spaß haben. Das gilt für alle anderen Parks um so mehr, da deren Hauptfokus keine Kleinkinder sind.

Magic Kingdom

Und sonst so

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben oder wie war das noch? So auch in diesem Urlaub. Die Fahrt von Universal zu Disney war ein ziemliches Highlight. Wir hatten bewusst ein Taxi gerufen um Zeit zu sparen und schnell den Wechsel zwischen Universal und Disney hinzubekommen. Der Taxifahrer kam dann nach ich weiß nicht mehr genau dreißig oder 40 Minuten! Er hat lt. eigener Aussage seinen ersten Tag als Taxifahrer in Orlando gehabt und ist vorher angeblich in New York gefahren!

An der Stelle muss man erwähnen, dass man einen einfacheren Auftrag als Taxifahrer nicht bekommen kann, als von Universal nach Disney zu fahren. Denn Disney ist quasi auf jedem Schilf in Orlando ausgeschildert! Der Taxifahrer hat es fertig gebracht 3 mal im Kreis zu fahren und zwischendurch waren wird sogar auf dem Highway nach Tampa.

Animal Kingdom

Während der Tour hat er dann mehrfach in der Zentrale nachgefragt wie er denn fahren muss. Die haben sich aber wohl nur an den Kopf gepackt, eine richtige Antwort hat er nicht erhalten. Nach gut einer Stunde und über 140$ auf dem Ticker waren wir dann in Disney (jeah, 2h vom Tag nutzlos verschwendet) und er hat allen ernstes den vollen Fahrpreis verlangt. Wir haben dann unser Pokerface aufgesetzt und ihm glaube ich 40 oder 50$ gegeben. Das hat er dann akzeptiert – wir waren uns auch nicht so ganz sicher was passiert wäre, wenn er die Polizei gerufen hätte. zumindest hätte es uns wieder eine Stunde gekostet. Wo auch immer der vorher Taxi gefahren ist aber in New York sicher nicht!

In Disney hatten wir dann gleich die nächste Überraschung. Unser Hotel (wir waren in einem der Billighotels von Disney – dazu später noch ein paar Worte) war wegen einem Cheerleader bzw. Musikgruppenevent total überbucht und die Rezeption war super überlastet. Nachdem man unsere Room Keys fertig gemacht hatte (Plastikkarten), hat man festgestellt, dass keine Zimmer mehr frei sind. Auf den Karten waren auch die Parktickets – was wir dann aber erst später erfahren haben. Behaltet das aber für den weiteren Verlauf bitte im Hinterkopf. 😉

Islands of Adventure

An der Rezeption hat mich dann eine Managerin relativ schnell abgewimmelt und mir gesagt, dass das Hotel voll ist aber “gleich” jemand kommen würde, der sich um mich kümmert. Gleich hat dann zwar eine Weile gedauert aber nach der Aktion mit dem Taxifahrer war das dann vergleichsweise flott (Zeit ist ja relativ). Dummerweise war meine Gemütslage gerade etwas unausgeglichen nach der zweistündigen Irrfahrt durch Orlando und somit war ich ziemlich angefressen als die uns “irgendwo, irgendwie” unterbringen wollten.

Wir hatten uns das Hotel so ausgesucht, dass es strategisch günstig lag und die Parks relativ schnell zu erreichen war. Da unsere Unterbringung mir völlig neu war und etwas abseits lag, war ich zuerst wenig begeistert. Da plan ich alles so schön vor und die bringen alles ruck zuck durcheinander. 😉

Wie sich später zeigte hatte die Sache dann auch einen Makel, der nicht offensichtlich war (Stichwort Park Tickets).

Nach einer Weile kam ein Holländer, der im nach seinem Studium eine Traineezeit im Park gemacht hat, und wohl selbst aus einer relativ reichen Familie stammte und recht Gesprächig war. Er hat uns mit einem Golfwagen und unseren Koffern in nach “Saratoga Springs” gebracht hat. Damals war das Resort brandneu. Wie sich dann später erwiesen hat, war die Lage und die verkehrstechnische Anbindung deutlich besser als erwartet.

Islands of Adventure

In Saratoga Springs kann (oder konnte) man Eigentumswohnungen kaufen oder Anteile daran (sharing Modell), die schweineteuer sind. Damals war der ganze Komplex fast leer. Das war wirklich cool, weil es total ruhig war und wir den See und das Frühstücksrestaurant fast für uns alleine hatten. Da waren mehr Mitarbeiter als Gäste anwesend. Auch die Busse waren fast leer und fuhren quasi direkt vor dem Restaurant ab. Unsere Wohnung war relativ groß  aber im Gegensatz zu dem extrem entspannten Frühstück und den genialen Transportmöglichkeiten war das eher unwichtig.

Dort haben wir natürlich neue Plastikkarten bekommen, nachdem die alten angeblich umgebucht wurden. Für das Zimmer haben die auch toll funktioniert.

Cirque du Soleil – La Nouba

Was war der Makel? Eines Tages standen wir morgens vor dem Parkeingang und kamen nicht rein, obwohl wir Tickets für x Tage hatten. Ruck zuck wurden wir aussortiert und weggeschickt (was natürlich bedeutet, dass man sich an der Schlange in den Park rein wieder hinten anstellen darf).

Beim nächsten Ticketverkäufer (natürlich auch mit Warteschlange) haben wir versucht dem Typen klar machen, dass wir sehr wohl bezahlt haben, was ihn aber nicht im geringsten interessiert hat. Bei der Umbucherei von dem Billighotel zu Saratoga Springs sind offenbar unsere Tickets nicht sauber übertragen worden und waren noch auf dem alten Hotel bzw. den alten ungültigen Karten vermerkt. Der Typ an der Kasse hat uns dann gegen Bezahlung Tickets gegeben und gesagt, dass wir das abends im Resort klären müssen.

Universal Studios

Alleine diese Aktion hat dann wieder eine Stunde gekostet und abends durfte ich dann im Hotel 1,5 Stunden versuchen den Leuten an der Rezeption klar zu machen, dass wir sehr wohl Ticket gekauft haben. Dafür hat es dann sogar die Managerin benötigt, weil die Bestätigung aus dem Reisebüro keinen interessiert hat. Was im Computer steht muss ja stimmen. Irgendwann hat dann jemand die Originalbuchung im Computer gefunden und dann war alles geritzt.

Gut zu wissen ist übrigens, dass es Internetseiten gibt, die sich mit den ganzen Besonderheiten in den Parks beschäftigen – von Karten, Tipps, versteckten Sachen, Empfehlungen, Events usw. – da kann man sich wirklich umfassend über alles informieren was irgendwie mit den Parks zu tun hat.

Eine der diversen Paraden

Eine Unart, die es 2009 bei Disney schon gab ist, dass alle Leute die Geld in den Parks anlegen pro Jahr Punkte dafür bekommen. Beispielsweise steckt man 50.000€ in den Park und bekommt jedes Jahr x Punkte dafür, mit denen man Weltweit in allen Disney Anlagen Urlaub machen darf. 2009 hat man aber schon erkannt, dass man den Investoren mehr bieten muss. Somit sind in den Parks oft Bereiche abgesperrt, die diesen Premiumgästen vorbehalten sind. Ein Beispiel sind die besten Plätze zum Bewundern des Feuerwerks in Epcot. 2009 waren diese Plätze aber nur von sehr wenigen Gästen oder sogar von keinen Gästen belegt. Einige der Angestellten hatten dann ein einsehen und haben diese Bereiche irgendwann geöffnet, wenn keiner der besser gestellten Personen kam (ja, dass ist dann Disney Magic, wenn man nett fragt und nett behandelt wird), einige aber auch nicht (da fehlt dann Disney Magic) …

Epcot Feuerwerk – Illuminations

Andere Sachen sind z.B. dass man an den Shows aktiv teilnehmen kann (das trifft mittlerweile wohl auch nur noch auf die Premiumgäste zu, früher war das einfach Glück, wenn man dabei sein durfte). Da geht dann schon etwas von der Magie verloren.

Und es gibt zig Besonderheiten wie zum Beispiel die Möglichkeit das Feuerwerk in Epcot auf dem Wasser auf einem kleinen Bot zu erleben. Auch das muss man viel früher vorplanen und organisieren, ist aber mit Sicherheit sehr geil.

Bei den Attraktionen sollte man möglichst früh die guten Attraktionen, die jeder Besuchen will angehen. Es gibt einige Attraktionen die sehr gut sind aber auch sehr überlaufen. Gut ist in der Regel hinten im Park anzufangen. Auf jeden Fall azyklisch zum Rest der Parkbesucher arbeiten. Nichts ist nerviger und nutzloser als mehr als 30 Minuten in einer Warteschlange zu stehen! Wobei die Warteschlangen oft auch so gestaltet sind, dass die Attraktion dort schon beginnt. Entweder sind schon sehr viele Details zu sehen, die einen auf das Thema einstimmen oder es gibt sogar schon Videobotschaften von irgendwelchen Stars.

Universal Citywalk – Hard Rock

Geld benötigt man in den Parks nicht. Früher hat man alles mit seiner Room Karte bezahlt und bekam am Ende die Abrechnung, heute hat man wohl Armbänder dafür inklusive Totalüberwachung wo man war und was man gemacht hat. Aber was soll’s.

Wenn man die Downtown Disney besuchen will und in den Vergnügungsbereich möchte unbedingt den Reisepass mitnehmen. Ohne Reisepass glauben die einem nicht, dass man über 18 (Einlass in bestimmte Zonen) / 21 (Alkohol) ist nicht, selbst wenn man 25 Jahre alt ist.

Epcot – Italien

Die Unterbringung

Die Hotels bei Disney / sind grundsätzlich alle gut. Der Unterschied bei den Hotels liegt primär in der Größe der Zimmer (was vollkommen egal ist, weil man eh nicht im Zimmer ist), der Ausstattung (Fernsehen usw.) was auch egal ist, weil man eh nicht auf dem Zimmer ist, dem Flair (z.B. Musik, Film, Sport, Maritim, Afrika bzw. Safari, Reiterhof), den Transportanbidungen (die sind wichtig), evtl. Restaurants bzw. allgemein dem Essensangebot und ob es sich um Massenabfertigung handelt oder nicht.

Saratoga Springs – Weg von unserem Wohnhaus zum Frühstücksrestaurant – das kann man sich morgens mal gefallen lassen

Wenn man richtig viel Geld ausgibt hat man auch einen Concierge und kann dann Mahlzeiten zu bestimmten Zeiten kostenlos im Hotel bekommen aber bei den Preisen, die man dafür bezahlt lohnt sich das eher nicht.

Spätestens beim Frühstück wird einem klar was ich mit Massenabfertigung meine. Wer in den günstigen Hotels den total überlaufenen Frühstücksbereich gesehen hat, kann die Aussage nachvollziehen. Ich hatte postwendend keinen Bedarf mehr an Frühstück, nachdem ich den Stress am frühen Morgen gesehen habe und habe mir irgendwo unterwegs einen Muffin gekauft und im Kiosk nebenan irgendwelche Babymilch (was ich erst nach dem Kauf bemerkt habe), die sogar günstiger war als die normale, als bei der ersten Floridatour in einem der günstigen Hotels war.

So gesehen hatten wir dieses Mal einen schönen Kontrast, weil wir in einer der teuersten Einrichtungen überhaupt untergebracht waren, dafür aber den günstigsten Preis gezahlt haben. Das Frühstück dort war in extrem entspannter und ruhiger Atmosphäre extrem angenehm und man brauchte nirgends anstehen. Cooler geht’s nicht! Selbst die Preise für das Frühstück waren dort nicht höher aber der Service um Längen.

Nascar Sports Grille

Wenn man Abends aus dem Park kommt und bei der Haltestelle vom Billighotel stehen hunderte Leute und an der eigenen 10 oder man gemütlich in ein Wassertaxi steigt und allein die Fahrt schon ein Event ist, dann ist das schon irgendwie Gold wert.

Ansonsten unterscheiden sich die Hotels halt wie schon erwähnt sehr vom Ambiente. Es gibt Gäste, die jeden Tag in einem anderen Hotel übernachten. Beispielsweise ist das Hotel im Animal Kingdom so angesiedelt, dass man Giraffen direkt vorm Fenster haben kann und das Afrika Feeling dort muss wirklich toll sein.

Einige Hotels haben eine Schwebebahnanbindung, die direkt in die Parks geht. Ein Hotel hat eine riesen Poolanlage mit Karibikflair und Flugzeug neben dem Pool. Man merkt also das man bei Disney ist jedes Hotel besonders und erzählt seine Geschichte.

Der Rückflug nach Deutschland war übrigens nicht so toll, weil ich meine eigenen Tipps oben (Stichwort Wasserattraktionen und Klimaanalgen) nicht beherzigt habe und somit die Nase zu hatte. Beim Starten und Landen hatte ich den Eindruck, dass mir die Birne wegfliegt. Nicht toll!

Epcot – Japan

Das Essen

Das kann man bei Disney ohne Planung auch fast vergessen. Zu den Hauptessenszeiten ist der Andrang in den leicht zugänglichen Restaurants extrem. In den Fast Food Restaurants (außer in Epcot) gibt es in allen Parks das gleiche. Die Burger und Pommes sind zwar i.d.R. besser als bei uns aber 10 Tage hält man das nicht durch. Spätestens nach fünf Tagen kann man das immer gleiche Fastfood nicht mehr sehen. Wenn man was besseres essen möchte, muss man vorher in einem der Restaurants (die teilweise sehr gut versteckt in den Parks sind und wirklich gutes Essen zu nicht mal so viel höheren Preisen haben) reservieren. Diese Restaurants sind oft schon ein Event für sich. Das liegt teilweise an der Optik (60er Jahre, Riesen Aquarium usw. als auch daran wie die Gäste behandelt werden).

Hard Rock – Burger und Cocktail

Wie man sieht brauchen selbst die Restaurantbesuche etwas  Planung. Man muss vorher in etwa wissen wo man ist und das Restaurant mindestens einen Tag früher reservieren oder eben Glück haben bzw. Fastfood essen, wenn es nicht klappt mit dem Platz im Restaurant.

Eine witzige Geschichte am Rande: Ich habe an einem Abend versucht für den nächsten Tag einen Platz im Restaurant zu reservieren. Zuerst wurde mir mitgeteilt, dass ohne Kreditkarte nichts geht, dann wurde mir gesagt, dass nichts mehr frei ist. Danach kam die Frage wo ich denn residiere. Als ich “Saratoga Springs” gesagt habe, brauche ich keine Kreditkarte mehr und ein Tisch ist auch sofort frei geworden. Willkommen im Land der Marktwirtschaft! 🙂

Fazit:

Für mich war das ein extrem erholsamer Urlaub – sicherlich nicht etwas für jeden – man muss seine Vorurteile schon etwas zurückschrauben – aber unheimlich intensiv, weil die Anzahl der Eindrücke in relativ kurzer Zeit sehr hoch ist.

Zu weiteren Reisebeiträgen geht es hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu